Vortrag „Antifeminismus in der Männerrechtsszene“ von Jennifer Degner

Antifa-Café Bochum

14.04.2021 // 19 Uhr // Zoom

[Im Vortrag werden z.T. sexistische, queerfeindliche, rassistische und antisemitische Inhalte und Gewalt thematisiert.]

Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. So gab und gibt es seit Beginn der Frauenbewegung auch antifeministische Akteur*innen. Die Geschichte des organisierten Antifeminismus reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Antifeminismus ist damit ein modernes, wandelbares Phänomen mit diversen Akteur*innen, die vom rechten Rand bis zur bürgerlichen ‚Mitte‘ der Gesellschaft zu verorten sind. Auch ideologisch lassen sich Kontinuitäten und Brüche feststellen sowie Überschneidungen zu weiteren menschenfeindlichen Diskursen. Antifeminismus wird daher häufig als Scharnier beziehungsweise Einstieg in extrem rechte Ideologien bezeichnet. Daneben fällt eine Strömung in den letzten Jahren vermehrt durch einen zum Frauenhass gesteigerten Antifeminismus auf: die sogenannte »Manosphere«. Darunter versammeln sich verschiedene männerrechts-orientierte Strömungen, die vor allem online aktiv sind, sich dort radikalisieren und deren gemeinsamer Bezugspunkt die sogenannte »Red Pill«-Ideologie darstellt. Vertreter*innen dieser Ideologie stellen eine bisher unterschätzte Gefahr für FINTA* und demokratische Errungenschaften dar. Der Vortrag dient einer ersten Annäherung an das Phänomen.

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